Inhalt

  • Keine Kategorien

Pressemitteilung

Altenburger Steffen Gründel gehört zu den Preisträgern  des Kommunalpolitischen Initiativpreises 2012

 

v.l.n.r.: Heidrun Sedlacik (MdL, Vorsitzende KOPOFOR), Walburga Gründel-Syring, Steffen Gründel, Heinz-Dieter Plötner (stellv. Vorsitzender KOPOFOR) – Foto: Caroline Weingart

Seit 2006 vergibt das KOPOFOR jährlich für besonders innovative kommunal-politische Projekte, Initiativen und Strategien den kommunalpolitischen Initiativpreis. Ziel ist es, sie zu würdigen, bekannt zu machen, zu verallgemeinern und für Interessenten zugänglich zu machen.

Steffen Gründel nahm mit seiner Ehefrau Walburga in Jena den dritten Preis in Empfang.

Der Polizeioberkommissar erhielt die Auszeichnung für seine Projekte „Nina und der Fremde“, und „Policat rät: Nicht nur Schokolade“. In beiden Projekten geht es um die Prävention in Sachen sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Gewürdigt wurden damit die über 1500 Stunden Freizeit, Geld aus eigner Tasche, aber vor allem ganz viel Herzblut, das Steffen Gründel seit 2006 in beide Projekte einfließen ließ.

Es wurden während dieser Zeit Präventionsvideos erstellt, Handbücher geschrieben, Prospekte und Magnettafeln entwickelt. Das Video „Nina und der Fremde“ wurde durch das Landratsamt an alle 56 Kindergärten des Landkreises verteilt. Die anderen Materialien stehen im Jugendamt in doppelter Ausfertigung zur Ausleihe bereit.

Steffen Gründel sieht die beiden Projekte als Hilfsangebot zur körperlosen Verteidigung. Es sind Hilfsangebote für Pädagogen, Erzieher, Kinder und deren Familienangehörige.

Steffen Gründel ist mit „Policat“, einer 1,50 m großen Plüschkatze in Polizeiuniform, auch über die Landkreisgrenzen hinaus in Thüringen und Sachsen in Kindergärten, Grundschulen und Elternversammlungen ständig auf Achse. Auch deswegen steht er als „Thüringer des Monats Februar“ zur Wahl als „Thüringer des Jahres“.

 

Heinz-Dieter Plötner

Stellvertretender Vorsitzender KOPOFOR

04.12.2012

 

Kommunaler Initiativpreis 2012

Am Sonnabend, den 01.12.2012 wurde dem Policat-Projekt der 3. Preis des „Kommunalen Initiativpreises 2012“ verliehen.

Die Auszeichnungsveranstaltung fand in einem festlichen Rahmen im KuBus Jena statt. Die Laudatio hielt Herr Heinz-Dieter Plötner, stellvertretender Vorsitzender des KOPOFOR = Kommunalpolitisches Forum Thüringen e.V. und Vorsitzender des Stadtverbandes DIE LINKE. Altenburg. Hier der Wortlaut:

„… Es kann sie wohl niemand übersehen, die 1,50m große Plüschkatze in Polizeiuniform. Der Name: Policat, die Mission: Unterwegs in Sachen sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Policat ist eine echte Thüringerin, geboren bzw. hergestellt im März 2008 in der Spielwarenfabrik Georgenthal, dank eines Sponsors aus Lumpzig im Altenburger Land. Neu eingekleidet in das blaue Outfit der Thüringer Polizei im September 2011 in derselben Fabrik. Sein geistiger Vater und Erfinder ist der Altenburger Polizist Steffen Gründel.

Gestern noch war Policat in der Altenburger Grundschule „Erich- Mäder“. Policat ist also eine reisefreudige Katze. Nicht nur im gesamten Altenburger Land, sondern auch im angrenzenden Sachsen ist sie unterwegs, ja sogar im hohen Norden war sie schon. Im April dieses Jahres war sie in einen Kindergarten in Flintbek, nahe Kiel.

Policat ist kein Spielzeug, auch wenn sie in den Kindergärten schon mal gern geknuddelt wird. Sein Name steht inzwischen für zwei Projekte: „Nina und der Fremde“ entwickelt seit dem Jahr 2006, abgeschlossen 2008 und das derzeitige 2. Projekt „Policat rät: Nicht nur Schokolade“, ein Würfelspiel zum Verhaltenstraining von Kindern. Über 1500 Stunden und auch Geld aus eigener Tasche, aber vor allem ganz viel Herzblut hat Steffen Gründel in den vergangenen sechs Jahren in beide Projekte investiert, die Kinder vor schrecklichen Erfahrungen bewahren sollen.

Steffen Gründel sieht die beiden Projekte als Hilfsangebot zur körperlosen Verteidigung. Es sind Hilfsangebote für Pädagogen, Erzieher, Kinder und deren Familienangehörige.  Es wurden Präventionsvideos erstellt, Handbücher geschrieben, Prospekte und Magnettafeln entwickelt.

Nachdem das Video „Nina und der Fremde“ nach seinen Praxistest in seiner Endfassung zum Film wurde, veranlasste die Vizelandrätin des Altenburger Landes, die gleichzeitig Sozialdezernentin ist, dass alle 56 Kindergärten des Landkreises damit ausgestattet wurden. Neben dem Video wurden durch das Landratsamt jeweils ein Kniebuch und eine Handreichung für Pädagogen allen Kindergärten zur Verfügung gestellt.  In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt wurde das Projekt in 4 Veranstaltungen allen 56 Leiterinnen der Kindereinrichtungen vorgestellt. Alle Materialien zu beiden Projekten liegen im Jugendamt in doppelter Ausfertigung zur Ausleihe bereit.

Über die bereits genannten Aktivitäten gab es darüber hinaus von 2008 – 2012:

35 Projektpräsentationen in Thüringen und Sachsen, 10 Elternversammlungen, 14 Kindergarteneinsätze als Vier-Wochen-Projekte und 52 Grundschüler wurden in einem Ferienkurs zum Thema „Nina und der Fremde“ geschult als Einstieg in ein Zwölf-Wochen-Projekt.

Während Erzieher und Lehrer beide Projekte und deren hilfreiche Materialien längst kennen und nutzen und gleichermaßen viele Mütter und Väter auf Elternversammlungen damit vertraut gemacht wurden, blieben die außergewöhnlichen Bemühungen des bescheidenen Steffen Gründel einer breiten Öffentlichkeit lange verborgen. Selbst die Kollegen der Altenburger Polizeiinspektion staunten, als durch die Ehrung zum Neujahrsempfang 2012 die Freizeitaktivitäten des Polizeioberkommissars bekannt wurden.

Wenn Steffen Gründel unterwegs ist oder an Neuem tüftelt ist nicht nur Policat dabei sondern eine weitere wichtige Person wie auch heute: seine Frau Walburga. Ohne sie wäre vieles nicht so geworden wie es ist. Sie ist nicht nur Namensfinder für die Plüschkatze sondern auch Lektorin für die schulbuchbegleitenden Materialien und verantwortlich für die Gesamtkonzeption beider Projekte.

Je mehr sich Erzieher, Lehrer, Eltern und Großeltern sich für dieses Projekt begeistern lassen, sich dafür engagieren und sich einbringen, umso größer sind die Chancen, Kinder vor Missbrauch zu schützen.

Eine Anmerkung zum Schluss: In einer Gemeinschaftsaktion von MDR Thüringen und der Thüringer Ehrenamtsstiftung wurde Steffen Gründel zum „Thüringer des Monats Februar“ gewählt. Das wurde mir auch erst in Vorbereitung auf diese heutige Laudatio bekannt. Nun steht die Wahl zum „Thüringer des Jahres“ per Telefon oder Internet an. Nachdem alle Anwesenden heute Policat mit seinen bescheidenen „Vater“ persönlich kennengelernt haben, beteiligen sich sicher alle und stimmen für den Polizeioberkommissar Steffen Gründel. Die Modalitäten der Abstimmung können den ausliegenden Zetteln entnommen werden.  …“